Sanierungsprojekt Martin-Niemöller-Haus

Das Martin-Niemöller-Haus wird energieeffizient, barrierefrei und denkmalgerecht saniert. Es ist eine bemerkenswerte Leistung vieler engagierter Mitwirkender, dieses Projekt so weit gebracht zu haben. 1,45 Millionen Euro sind für unsere Kirchengemeinde kein Pappenstiel, und wir danken allen Einzelpersonen und Institutionen, die sich an der Finanzierung beteiligen.

Nach der Dachdeckung konnte das Gerüst abgebaut und mit den Ausschachtungen der Kellerwände begonnen werden. Den Winter nutzten wir, um eine gute Durchtrocknung der einzelnen Feuchtestellen zu erreichen. Im Frühjahr wird abgedichtet und nach Verfüllung der Baugrube schließlich mit den Arbeiten des Garten- und Landschaftsbaus begonnen, um den barrierefreien Zugang außen herzustellen. Die Neueröffnung findet am 21. Juni 2018 statt.

Parallel zur Sanierung wird weiter an der Neugestaltung der Dauerausstellung gearbeitet, die ebenfalls zur Eröffnung am 21. Juni zu sehen sein wird. Am 10. September 2017 konnte sich die Gemeinde beim Werkstattgespräch im großen Saal dazu ein Bild machen. 

Ebenso steht an, die seit langem konzipierte inhaltliche Arbeit im Haus zu konkretisieren. Eine wichtige Funktion hat dabei Herr Arno Helwig, der seit 1.9.2017 die neue Stelle der Leitung des Hauses angetreten hat. Er unterstützt uns auch bei den Entscheidungen zur geplanten Inneneinrichtung des Hauses, die ja mit der inhaltlichen Arbeit verbunden sind.

Um all diese parallelen Prozesse zu einem guten Abschluss zu bringen, müssen wir auch unser zweites Spendenprojekt (60.000 €) voranbringen. Bisher wurden bereits 27.000 € gespendet. Nach dem großen Erfolg des ersten Spendenprojekts über 150.000 € für die Sanierungsarbeiten sind wir sehr zuversichtlich, dass wir mit Ihrer Hilfe nun auch die fehlenden 33.000 € einwerben werden.

An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender!

 

Das Martin-Niemöller-Haus braucht weiterhin Ihre Unterstützung! 

Die wichtige historische Erfahrung des Widerstandes mit allen Facetten und Widersprüchen in Berlin-Dahlem vor Ort fassbar und nachvollziehbar zu machen, um daraus für die Gegenwart zu lernen, ist die Aufgabe des Martin-Niemöller-Hauses. Was heißt es heute für andere einzutreten? In der Schule oder im Beruf, hier bei uns in Berlin oder weltweit. Wo ist unser Engagement für die Einhaltung der Menschenrechte, für ein friedliches Miteinander und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen gefragt? Bei der Suche nach Antworten orientieren wir uns am biblischen Zeugnis und bringen es ins Gespräch mit den vielen anderen Religionen und Weltanschauungen in unserer Stadt.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, einen attraktiven Lern- und Bildungsort zu erhalten und weiterzuentwickeln! Wir freuen uns auf Sie!

Informationen über unser Projekt Martin-Niemöller-Haus: Erinnern – Lernen – Handeln und über Bildungsangebote und Veranstaltungen finden Sie unter: www.niemoeller-haus-berlin.de. Gerne können Sie einen Termin mit uns vereinbaren. Unseren aktuellen Flyer finden Sie hier zum Download (PDF, 428 kb)

Spendenkonto:
Ev. Kirchengemeinde Berlin-DahlemPostbank Berlin
Kto.-Nr. 104 33 107, BLZ 10010010 
IBAN: DE91 1001 0010 0010 4331 07, BIC: PBNKDEFF
Stichwort: Erinnerungsort Martin-Niemöller-Haus  

 

Kunst-Spendenaktion für das Sanierungsprojekt Martin-Niemöller-Haus

Eine ganz besondere Spendenaktion hat uns 10.000,- Euro eingebracht, nämlich die Spenden für das Kunstwerk „Spiegele dich im Licht von 1995“ des Stuttgarter Künstlers 
Nikolaus Koliusis (Foto). Es bezieht sich auf das Mahnmal – 
ebenfalls von Koliusis geschaffen –, das auf dem St. Annen-Friedhof an die Opfer von „Rassenwahn – Krieg – Diktatur“ während der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft erinnert. Das Kunstwerk wurde am 18. Oktober 2015 nach dem Erinnerungsgottesdienst in der Jesus-Christus-Kirche zum 70. Jahrestag des Stuttgarter Schuldbekenntnisses vorgestellt, also fast genau 20 Jahre nach der Einweihung des Mahnmals. 

Schuld bekennen, Schuld erinnern, und daraus Konsequenzen für heutiges Handeln zu ziehen, dieses Thema stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes und der anschließenden Präsentation. Mit sehr persönlichen Ausführungen gab der Künstler einen Einblick in den Entstehungsprozess des Kunstwerkes. Die Spiegelflächen geben dem Betrachter zu verstehen, dass er selbst Teil des Erinnerungsprozesses ist. In der Begleitbroschüre schreibt dazu der Kunsthistoriker Frank Druffner: „Das hat den erwünschten Nebeneffekt, dass jeder, der ein Exemplar dieser Erinnerungszeichens erwirbt, sich bei dessen Betrachtung selbst darin spiegelt. ‚Spiegele dich im Licht von 1995‘ – mit diesen einfachen Worten umschreibt Koliusis das Spiel mit der Erinnerung. Das Bild weist zurück auf den Dahlemer Friedhof, auf den dortigen Erinnerungs- und Lernort und wird zu einem reflektierenden und reflektierten Baustein für die Sanierung eines weiteren solchen Ortes.“

Alle zwölf Einzelwerke sind vergeben und haben einen neuen Standort gefunden. Auch im Martin-Niemöller-Haus wird ein Werk seinen Platz finden und Teil des Erinnerns und Lernens in unserer Gemeinde sein. 

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Nikolaus Koliusis, aber auch an Katja und Kay-Uwe von Damaros, die das Projekt federführend begleitet haben. Nicht zuletzt sei allen Spenderinnen und Spendern gedankt, die sich von der Kunst und vom Licht des Erinnerns haben begeistern lassen!

Auch darüber hinaus haben wieder etliche Menschen in unserer Gemeinde sich für den Erhalt des Martin-Niemöller-Hauses engagiert und Geld gespendet. Auch ihnen allen gebührt unser Dank!

 

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