Jugendarbeit in Dahlem

Vielleicht kennen Sie kirchliche Jugendarbeit noch aus Ihrer Konfirmandenzeit. Man traf sich z.B. für ein paar Stunden nach dem Konfirmandenunterricht unter der Woche und dann gab es noch weitere wöchentliche Angebote, zu denen eine feste Gruppe regelmäßig anwesend war, die meist über Jahre konstant blieb.

Nach vielen Jahren Erfahrung in der Jugendarbeit stellen wir fest, dass sich die Zeiten geändert haben. Die Jugendlichen, die wir erreichen möchten, haben häufig bis in den späten Nachmittag Schule und anschließend zahlreiche Verpflichtungen im Bereich Sport oder Musik. Die Anforderungen der Schule steigen und so bleibt den Jugendlichen unter der Woche kaum Zeit sich einfach mal so in Jugendräumen zu treffen. Daher bieten wir im Konfirmandenunterricht neben einem Wochenmodell auch ein Monatsmodell an.

Auch die Jugendarbeit muss sich auf diese Veränderung der Lebenswelten unserer Zielgruppe anpassen. Neben der zeitlichen Belastung haben wir wahrgenommen, dass viele Jugendliche vor allen Dingen themenbezogen zu erreichen sind, mit konkreten zeitlich begrenzten Projekten, wie dem Stolpersteinprojekt, den U18-Wahlveranstaltungen oder auch durch spezifische Teamerarbeit. Darüber hinaus haben wir seit einem Jahr einen gut funktionierenden Gemeindejugendrat, der die Geschicke der Jugendarbeit überblickt und leitet.

In der Schule, dem Lebensmittelpunkt unserer Jugendlichen, stehen Funktionieren, gute Leistungen und Lernen im Vordergrund. Dabei verlernen sie manchmal einfach Freiräume nutzen zu können, wenn sie nicht unmittelbar der Verschönerung des Lebenslaufs dienen. Dennoch versuchen wir immer wieder den Jugendlichen Raum und Zeit zu beschaffen, damit sie einfach mal SEIN – SPIELEN – SICH AUSLEBEN – KREATIV SEIN können. Umso schöner ist es zu sehen, dass sich dennoch Jugendliche in unserer Gemeinde gefunden haben, die eben diesen Weg eigenständig zu gehen versuchen möchten.

Eine Gruppe hat den NOTEINGANG für sich entdeckt und möchte selbstverwaltet unserer Jugend wöchentliche Angebote machen. Dies unterstützen wir auf jede erdenkliche Weise, im Vordergrund steht für uns aber die Anerkennung der Autonomie der Organisator_innen. Wir sind also gespannt, wohin sich die Jugendarbeit weiterentwickeln wird – wir hoffen sehr, dass Sie auch ungewohnten und vielleicht auch ungewöhnlichen Veränderungen offen stehen und genauso gespannt sind wie wir.

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