80 Jahre Dahlemer Bekenntnissynode – Programm

 

Folgende Veranstaltungen und Gottesdienste haben stattgefunden:

 

 

Dr. h.c. Nikolaus Schneider

Ostersonntag, 20. April 2014, 9.30 Uhr, St.-Annen-Kirche

Ostergottesdienst

Predigt: Präses a.D. Dr. h.c. Nikolaus Schneider,
Vorsitzender des Rates der EKD

Die Predigt von Nikolaus Schneider über 1. Kor. 15,19–28, gehalten im Rahmen des Festprogramms »80 Jahre Dahlemer Bekenntnissynode«, finden Sie hier

 

Ralf Oberndörfer

Donnerstag, 8. Mai 2014, 19.00 Uhr, St.-Annen-Kirche
Vortrag und Diskussion mit Ralf Oberndörfer 
»Gottesdienst als Gegenöffentlichkeit? –  Kritik am NS-Regime in der Kirche und die Verfolgung von protestantischen Geistlichen durch Sondergerichte und Polizei.«

Die Leitsätze der Dahlemer Synode im Oktober 1934 formulieren ein Programm, das die Bibel als autonomes Wertesystem der NS-Ideologie entgegensetzt. Zugleich beansprucht die Bekennende Kirche gegen die Deutschen Christen die Leitung der Kichengremien.
Die neuen Machthaber reagieren auf diesen Versuch, die Kirchen als Freiraum für Versammlung (Gottesdienst) und Reflexion (Predigt) zu schützen, mit Überwachung und Verfolgung. Neben der Zerschlagung der kommunistischen und sozialdemokratischen Organisationen haben die beiden christlichen Konfessionen höchste Priorität für die Gestapo bei der Gegnerbeobachtung. Es kommt zwar zu keiner flächendeckenden Verfolgung aller Kirchenvertreter, Verstöße gegen das Verbot der öffentlichen Gegenrede werden jedoch sanktioniert. Oft durch Denunzianten auf die Spur gebracht, ermitteln Kripo und Gestapo gegen Martin Niemöller und andere regimekritische Pfarrer. Eine Verurteilung vor dem Sondergericht bedeutet Gefängnis oder Zuchthaus, die Einweisung ins Konzentrationslager per Schutzhaftbefehl führt oft zum Tode.

Der Vortrag gibt Beispiele für öffentliche Regimekritik aus den Reihen der protestantischen Kirche und erläutert die Maßnahmen des NS-Apparats. 

 

Sonnabend, 10. Mai 2014, 10.00–16.00 Uhr, Oranienburg
Besuch und Führung durch die Gedenkstätte Sachsenhausen

Gemeinsam mit dem Rechtshistoriker Ralf Oberndörfer lädt die Ev. Kirchengemeinde Dahlem zu einem Besuch des Museums und der Gedenkstätte Sachsenhausen ein. Von März 1938 bis zu seiner Überführung nach Dachau 1941 war auch Pfarrer Martin Niemöller in Sachsenhausen inhaftiert. Für den Gedenkstättenbesuch ist eine Anmeldung im Gemeindebüro notwendig: buero

Der Unkostenbeitrag beträgt 10,- Euro. Die Teilnehmendenzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Mit den angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern fahren wir gemeinsam mit der S1 nach Oranienburg. Eine Anfahrt mit dem eigenen Auto ist natürlich auch möglich.

 

Michael Rohrmann

Sonntag, 25. Mai 2014, 11.00 Uhr, Jesus-Christus-Kirche
Gottesdienst anlässlich der Verlegung von Stolpersteinen

Im Anschluss an einen Gottesdienst laden wir in Kooperation mit Michael Rohrmann, Beauftragter für Jugendarbeit im Ev. Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf, und Jugendlichen der Gemeinde zu einer Stolpersteinverlegung für Ernst, Edda und Lotte Hagelberg vor dem Haus in der Schwendener Straße 46, 14195 Berlin, und für Gustav Amigo vor dem Haus Bitterstraße 3a, 14195 Berlin ein.

»Stolpersteine« ist das Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Anschließend kommen wir im Martin-Niemöller-Haus zusammen.

 

Dr. Markus Droege

Sonnabend, 31. Mai 2014, 18.00 Uhr, St.-Annen-Kirche
Festgottesdienst anlässlich des 80. Jahrestages
der Synode von Barmen und der Barmer Theologischen Erklärung

Predigt: Bischof Dr. Markus Dröge, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

anschließend: Empfang im Martin-Niemöller-Haus

 

Dr. Wolfgang Huber

Sonntag, 19. Oktober 2014
Festprogramm aus Anlass des 80. Jahrestages der Dahlemer Synode

9.30 Uhr, St.-Annen-Kirche
Festgottesdienst
Die Predigt von Bischof i.R. Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber
 finden Sie hier

Im Anschluss: Imbiss in Großen Saal des Gemeindehauses Thielallee, Einweihung der Gedenktafeln

  

12.00–14.00 Uhr, Großer Saal Thielallee

Vortragsreihe: „Die Bedeutung der Dahlemer Bekenntnissynode“

Eine Veranstaltung unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Peter Steinbach in Kooperation mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, der Stiftung Topographie des Terrors und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

1. Das Ereignis: Was in Dahlem geschah

Pfrn. Marion Gardei, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

2. Die Zeit der Bewährung: Gemeinden und Kirche zwischen Anpassung und Widerstand

Prof. Dr. Peter Steinbach, Wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

3. Die Defizite: Solidarität mit den jüdischen Glaubensgeschwistern?

Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

4. Die Perspektive: Formen des Widerstands in der Bundesrepublikanischen Gesellschaft

Prof. Dr. Hajo Funke, Freie Universität Berlin

 

16.00–19.30 Uhr, Großer Saal Thielallee

„Planspiel Bekenntnissynode: Glaube und Politik heute“

Unter den realen Rahmenbedingungen einer Synodaltagung wird die Frage verhandelt, zu welchen aktuellen Problemen die evangelischen Gemeinden bzw. die Kirche als Ganzes im Lichte der Bekenntnissynoden in Barmen und Dahlem 1934 heute Stellung beziehen müssen. Eingeladen sind Vertreter und Vertreterinnen unterschiedlicher Institutionen, die mit Anträgen und Wünschen alle Gäste, die als „Synodale“ beraten, zu Diskussionen und Stellungnahmen auffordern.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Martin-Niemöller-Stiftung e.V.

Verlauf des synodalen Planspieles:


16.00 Uhr: Begrüßung und synodale Regeln


16.15 Uhr: Einbringen der folgenden Anträge:

1. „Wer das Schwert ergreift“. Radikal für den Frieden.

Christof Starke – Friedensdienst Halle

2. „Keiner isst für sich allein“. Es ist genug für alle da.

Dr. Sonja Weinreich, Brot für die Welt

3. „Wohl denen, die da wandeln“. Klimagerechte Mobilität.

Johanna Begrich, Verkehrsclub Deutschland (VCD)

4. „Nicht du trägst die Wurzel“.
Zeit für Buße und Besinnung in der Begegnung mit dem Judentum.

Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka, A. Geiger Kolleg (angefragt)

5. „Auch ihr sollt die Fremden lieben“. Hilfe für Menschen auf der Flucht.
Pfr. Bernhard Fricke, Seelsorge in der Abschiebehaft, Berlin


17.15 Uhr: Pause

17.30 Uhr: Tagung der Ausschüsse

Diskussion und Überarbeitung der Anträge unter Leitung der EinbringerInnen


18.30 Uhr: Plenum und Schlussabstimmung mit möglicher Resolution


19.30 Uhr: Festliches Ende des Gedenktages

 

 

Dieter Schnebel

Sonnabend, 25. Oktober 2014, 18.00 Uhr, St.-Annen-Kirche
Erklär-Konzert »Missa – Die Dahlemer Messe« 
von Dieter Schnebel
(1988), dem Andenken Martin Niemöllers, Dietrich Bonhoeffers und Karl Barths gewidmet. 

Die Dahlemer Messe des Komponisten, Theologen, Theoretikers und Pädagogen Dieter Schnebel ist ein gewaltiges Werk, verlangt sie doch vier Solisten, zwei Chöre, Orchester und Orgel. Die „Missa“ ist auch ein ökumenisches Werk, denn sie verarbeitet unterschiedlichste kirchenmusikalische Traditionen sowie Synagogalmusik. Nicht zuletzt ist sie ein politisches Werk, denn sie ist ausdrücklich der Bekennenden Kirche und ihren Hauptvertretern gewidmet. Die Uraufführung fand 1988 in der Jesus-Christus-Kirche statt. 

Wir laden Sie herzlich zu Hörbeispielen und einem Gespräch mit dem Komponisten Prof. Dieter Schnebel ein. Die Moderation des Abends übernehmen Prof. Dr. Ulrich Eckhardt und Marion Gardei

 

 

 

Volker Beck (Foto: Rottmann)

Sonnabend, 1. November 2014
17.00 Uhr, Großer Saal des Gemeindehauses
»Ius ecclesiasticum semper reformandum –
Vom Dahlemer Notrecht zum modernen Religionsrecht«

Der Berliner Kirchenrechtler Dr. Martin Richter wird die kirchengeschichtlichen und rechtshistorischen Linien nachzeichnen, die zum „Dahlemer Notrecht“ und von dort in die Gegenwart führten.

Der Bundestagsabgeordnete und innenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/die Grünen, Volker Beck und der Theologe und Kirchenrechtler Dr. Patrick Schnabel bringen anschließend die kontroversen Standpunkte zum aktuellen Religionsrecht in die Debatte ein.

Zu der Veranstaltung laden wir in Kooperation mit dem Evangelischen Institut für Kirchenrecht an der Universität Potsdam und dem Beauftragten unserer Landeskirche für das Reformationsjubiläum 2017 ein.

 

Prof. Ulrich Eckhardt

 

Freitag, 7. November 2014, 18.00 Uhr, St.-Annen-Kirche
Lesung & Musik: 
Ein Dialog zwischen Martin Niemöller und Helmut Gollwitzer

Lesung: Oliver Dekara
Orgel: Prof. Ulrich Eckhardt

 

 

Dr. Johannes Krug

Mittwoch, 19. November 2014
19.30 Uhr, Jesus-Christus-Kirche
Bußtagsgottesdienst 
mit Superintendent Dr. Johannes Krug

Es singt der Bachchor Dahlem, Leitung: Jan Sören Fölster

 

 

 

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